AK 1: Einführung in das Rhönradturnen
D.Simon/K.Heidingsfelder
Schwerpunkt: Klasse 5-10
Zeitblock I: 10.30 – 12.00 Uhr
Ort: Halle 1
(Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich)
Die TeilnehmerInnen erhalten die Möglichkeit, das Rhönrad als alternatives Turngerät
kennenzulernen, selbst im Rhönrad zu turnen und erste Hilfestellungen zu erproben.
Dabei werden Körperspannung, Gleichgewicht, das Turnen in ungewöhnlichen Körperlagen
und –positionen und die Arbeit in Kleingruppen im Mittelpunkt stehen.
Es wird ein Beispiel vorgestellt, das Rhönrad bereits in die Aufwärmphase einzubeziehen
und eine Idee entwickelt, den Charakter des Rhönrads für Aufführungen zu nutzen.
AK 2 : Handball gemeinsam spielen
J.Swoboda
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock I: 10.30 – 12.00 Uhr
Ort: Halle 2 und 3
Neben den häufigen Torwürfen ist das Handballspiel vor allem durch gemeinschaftliches Handeln geprägt. Da der Ball selten geprellt wird, bestimmen gruppentaktische Maßnahmen das Spiel. Daher bietet sich das Handballspiel automatisch für die Thematisierung der pädagogischen Perspektive „Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen“ an.
Trotz der hohen Attraktivität befindet sich das Handballspiel im Schulsport jedoch auf dem Rückzug. Häufig genannte Gründe sind: Unzureichende örtliche und materiale Rahmenbedingungen, körperbetontes, „brutales“ Spiel, Dominanz der spielstarken Schüler(innen) und hohes Verletzungsrisiko. Dass dies nicht so sein muss, hängt wesentlich mit der Wahl der handballspezifischen und pädagogischen Intentionen sowie der Vermittlungskonzeption und den gewählten methodischen Maßnahmen zusammen.
Im Mittelpunkt des Arbeitskreises steht das „Spielgemäße Konzept“. Dies ist eine methodische Konzeption, bei der zur Vermittlung der speziellen Spielfähigkeit das „Handball-Spielen“ von Anfang an im Mittelpunkt steht und zwar unter vereinfachten Bedingungen und unter Berücksichtigung der schulischen Rahmenbedingungen. Treten auf den einzelnen Spielstufen technisch-koordinative oder taktisch-kognitive Schwierigkeiten auf, werden diese in gesonderten Übungsmaßnahmen isoliert geschult. Dabei steht von Beginn an die Thematisierung des Zusammenspiels im Vordergrund. Durch die Auswahl geeigneter methodischer Maßnahmen und inhaltlicher Schwerpunkte soll zugleich die Fähigkeit zum sozialen Handeln im Sinne der pädagogischen Perspektive „Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen“ gefordert und gefördert werden.
Im Arbeitskreis werden die zentralen Zielsetzungen und methodischen Maßnahmen erläutert und das Spielgemäße Konzept durch aktives Handeln exemplarisch erprobt. In der abschließenden Reflexion wird die vorgestellte sportspieldidaktische Konzeption im Hinblick auf die konkreten schulischen Rahmenbedingungen der Teilnehmer analysiert und konstruktiv weiterentwickelt.
- Erlernen, Entwickeln, Vermitteln
-
I. Zuhl
Schwerpunkt: Sek. 1
Zeitblock I: 10.30 – 12.00 Uhr
Ort: Halle 4
Das Ziel der Stunde besteht in der Entwicklung einer Tanzchoreographie zu einem aktuellen Poplied mit Hilfe von vorgegebenen und selbst entwickelten Tanzbewegungen. Musik bildet die Basis für eine Tanzchoreographie. Aus diesem Grund wird in der Stunde als erstes Klarheit über den Aufbau von aktuellen Musikstücken aus dem Bereich Popmusik geschaffen. Nach der Analyse eines ausgewählten Musikstückes bezüglich des Aufbaus und des Taktes, wird mit der tanzspezifischen Erwärmung begonnen. Einzelne Körperteile werden isoliert bewegt, um die unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten des Körpers zu erkennen (Körperwahrnehmung) und diese später in der Choreografie isoliert oder kombiniert zu nutzen (Koordinationsschulung).
Nach der Erwärmung folgt das Erlernen einer kurzen vorgegebenen Tanzsequenz abgestimmt auf einen Teil des ausgewählten Musikstückes. Diese Bewegungsabfolge platziert an der richtigen Stelle des ausgewählten Musikstückes dient als Anregung für die folgende Phase, in der es um das eigene Entwickeln von Tanzschritten geht. Die eigene Entwickelung von Tanzschritte zu einer vorgegebener Taktzahl bzw. Taktlänge erfolgt in Kleingruppen. Die in den einzelnen Kleingruppen entstandenen Tanzkombinationen werden an die jeweils vorgesehenen Stellen des Musikstückes gesetzt.
Durch die in den Kleingruppen entstandenen Bewegungsabfolgen sind alle Teile des ausgewählten Musikstücks mit Bewegungen belegt. Eine Choreografie ist entstanden. Diese wird nun mehrmals geübt, damit die jeweiligen Übergänge der einzelnen Teile in einem Fluss getanzt werden können und die Bewegungen genau so zusammenhängend sind wie das Musikstück selbst.
AK 4 : Entspannung im Sportunterricht
S.Krüger
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock I: 10.30 – 12.00 Uhr
Ort: Gymnastikraum
Stress und Belastung von Schülerinnen und Schülern sowie auch Lehrerinnen und Lehrern haben in den letzten Jahren stark zugenommen, wie verschiedene Studien nachweisen konnten. Die Durchführung von Entspannungsstunden in der Schule ist hiergegen sicherlich kein Allheilmittel, bietet jedoch den Kindern, wie auch dem Lehrpersonal die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu tanken.
Nach einer kurzen Einführung ins Thema werden Sie im Arbeitskreis verschiedene Möglichkeiten kennen lernen, wie Entspannung einfach und ohne große Vorerfahrung im Rahmen des Sportunterrichts durchgeführt werden kann. Hierfür werden Sie exemplarisch an einer Modellstunde teilnehmen. Die Vorstellung weiterer Stundenentwürfe rundet den Workshop ab.
AK 5: Tägliche Bewegung in die Schule bringen
M.Seyda
Schwerpunkt: Grundschule
Zeitblock I: 10.30 – 12.00 Uhr
Ort: Raum 103 (Theoriebeitrag)
Ziel des Angebots ist es, denjenigen LehrerInnen Ideen und Tipps zu geben, die darüber nachdenken, tägliche Bewegungszeiten systematisch in ihrer Schule zu verankern. Es sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, tägliche Bewegungszeiten auf unterschiedliche organisatorische Art im Grundschulalltag zu verankern. Hierzu werden auf Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zurückgegriffen, die im Rahmen der vierjährigen Evaluation des Pilotprojekts „Tägliche Sportstunde an Grundschulen in NRW“ gewonnen wurden.
Folgende Inhalte sind geplant: Im ersten Teil der Veranstaltung wird das Projekt „Tägliche Sportstunde“ vorgestellt, mit dem Schwerpunkt auf der konkreten Einführung und Umsetzung täglicher Bewegungszeit an der jeweiligen Einzelschule und den wichtigsten Erkenntnissen der Evaluation zu den Fragen: Welchen Nutzen hat eine tägliche Bewegungszeit für die Schule? Wie gelingt eine dauerhafte Einführung von täglicher, systematischer Bewegungszeit? Welche Rolle spielen räumliche, materielle und personale Ressourcen? Woher kommt die zusätzliche Zeit für die Bewegungseinheit? Zur Veranschaulichung werden reale „Entwicklungsgeschichten“ einzelner Schulen skizziert. Am Ende wird eine Art „Checkliste“ präsentiert, die Orientierungshilfe für die Einführung an der eigenen Schule geben kann.
Im zweiten Teil der Veranstaltung haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre Schule vorzustellen und sich bezogen auf die Einführung einer täglichen Bewegungszeit beraten zu lassen. Folgende Fragen könnten hierfür leitend sein: Auf welche Ressourcen kann ich zurückgreifen? Welchen Stellenwert hat der Schulsport an meiner Schule? Was genau möchte ich erreichen (jeden Tag eine Hallenstunde Sport oder eher systematisch verankerte tägliche Bewegungszeiten)? Sollen alle Kinder der Schule profitieren oder nur bestimmte Jahrgänge/Klassen? Gibt es interessierte KollegInnen, die mitmachen würden? Woher bekomme ich die zusätzliche Zeit? Wie kann ein realistisches Konzept für die Einführung an meiner Schule aussehen? Im Rahmen einer Gruppenarbeit können hier erste Konzeptideen erarbeitet und diskutiert werden.
AK 6 : Baseball spielgemäß lernen
G.Apfelbaum
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock I: 10.30 – 12.00 Uhr
Ort: Aussensportanlagen
( Die Veranstaltung findet draußen statt und entfällt bei Regen ! )
Das Sportspiel aus der amerikanischen Sportkultur erfreut sich im Rahmen des Inhaltbereichs 7 „Spielen in und mit Regelstrukturen – Sportspiele“ auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Als Alternative zu den traditionellen Sportspielen bietet Baseball auch in der Schule gute Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten auszutesten und eine neue Sportart kennenzulernen.
Als methodische Einstiegskonzeption wird das Spielgemässe Konzept in Anlehnung an Knut Dietrich gewählt, dass vorwiegend taktische Entscheidungen in komplexreduzierten Spielformen fordert und fördert. In drei Schwerpunktblöcken „Gewöhnung an das Sportgerät“, „Erlernen der Spielidee“ und „Schlagen eines geworfenen Balles“ werden jeweils mehrere Spielformen als Unterpunkte angeboten, die jeweils eine spezielle Spielregel in der Umsetzung berücksichtigt.
AK 7 : Erlebnisorientiertes Überschlagen
-Mit Hilfe der Gruppe und durch zwingende Lernhilfen-
S. Jochum
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock II: 13.00 – 14.30 Uhr
Ort: Halle 1
In diesem Arbeitskreis geht es darum, die pädagogische Perspektive „Etwas wagen und verantworten“ am Beispiel des Überschlagens zu erfahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen angeregt werden, herausfordernde Situationen anzunehmen und verantwortungsbewusst (für sich und andere) zu bewältigen. Dabei spielt die Verlässlichkeit der Gruppe, das Kooperieren, Helfen und Sichern eine entscheidende Rolle. Parallelen zur pädagogischen Perspektive „Kooperieren…sich verständigen“ sind hier ebenfalls gegeben.
Die angebotenen Aufgabenstellungen sollen spektakulär erscheinende Situationen/ Kunststücke zum einen durch die Gruppe erfahrbar machen, zum anderen durch „zwingende Lernhilfen“ gefahrlos das Erlebnis des Überschlagens fast wie von selbst ermöglichen. So kann jeder dieses Bewegungserlebnis auch mit wenig Vorerfahrung und geringem Eigenimpuls an sich spüren und Erfolge für sich mitnehmen.
Die so gemachten Erfahrungen haben auf der einen Seite einen Eigenwert, sind aber andererseits auch methodische Hilfen und notwendige Vorerfahrungen bei der Vermittlung von Handstütz-Überschlag vorwärts, Salto vw und rw, sowie Flick- Flack.
Die Teilnehmer sollten keine Berührungsängste haben, ihr Körpergewicht kurz auf den gestreckten Armen halten können (Handstandschwingen, perfekter Handstand nicht nötig) sowie über Einrollfähigkeit (Rolle vw) verfügen.
Zur Kleidung: Bitte eng anliegende Sportkleidung, keine Sportschuhe, sondern „Schläppchen“ oder barfuß.
AK 8: Hallenhockey spielgemäß lernen
K.Collmann
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock II: 13.00 – 14.30 Uhr
Ort: Halle 2 und 3
Das Torschussspiel Hockey erfreut sich im Rahmen des Inhaltbereichs 7 „Spielen in und mit Regelstrukturen – Sportspiele“ zunehmender Beliebtheit. Als Alternative zum nationalen Spitzenreiter Fußball bietet dieser Hallensport
gerade für Mädchen und schwächere Schüler eine gute Möglichkeit die Zweikampfsituation durch den Einsatz eines Schlägers etwas weniger schmerzvoll zu erfahren.
Als methodische Einstiegskonzeption wird das Spielgemässe Konzept in Anlehnung an Knut Dietrich gewählt, dass vorwiegend taktische Entscheidungen
in komplexreduzierten Spielformen fordert und fördert. Es wird dabei auf die Variablen der Spieleranzahl, Räumlichkeiten und Regeln zurückgegriffen, die Variable Material bleibt allerdings konstant. Dabei wird in der Spielreihe relativ lange eine räumliche Trennung der beiden Parteien beibehalten, um Zeitdruckmomente des Gegners im Lernprozess zu minimieren.
In drei Schwerpunktblöcken „Individuelle Erfahrung“, „Spiel mit dem Partner“ und „Einführung des direkten Gegenspielers“ werden jeweils drei Spielformen
als Unterpunkte angeboten, die jeweils eine spezielle Spielregel in der Umsetzung berücksichtigt. Je nach Bedarf und Zielgruppe kann dieser Spielgemäße Ansatz auch um Übungsformen und –reihen ergänzt werden, dieser Aspekt ist allerdings eher von untergeordneter oder zusätzlicher Bedeutung. Der Thematik können die beiden pädagogischen Perspektiven (D) „Leisten…und (E) „Kooperieren…. zugeordnet werden.
AK 9 : Lernen vom eigenen Körper
B. Ehrig
Tanz und Improvisation – ein Weg zur Körperwahrnehmung
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock II: 13.00 – 14.30 Uhr
Ort: Halle 4
Die Wahrnehmungsfähigkeit zu verbessern gehört zu den pädagogischen Perspektiven und ist in den Richtlinien das Landes NRW verankert.
Tanz und Improvisation bieten Möglichkeiten, Bewegungen zu empfinden und wahrzunehmen, die so die Eigen- und Fremdwahrnehmung schärfen. Darauf aufbauend können sich eine höhere Bewegungsqualität - die für viele Sportarten wichtig ist - und eine variablere Ausdruckmöglichkeit entwickeln.
Der Workshop bietet praktische Übungen für die Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, die in allen Jahrgansstufen anwendbar sind. Dabei werden auch die Gestaltungsparameter Raum, Zeit und Kraft berücksichtigt.
AK 10: Praktische Schulsportentwicklung
E.Serwe / U.Winkelmann
Schwerpunkt: Sek. 1
Zeitblock II: 13.00 – 14.30 Uhr
Ort: Raum 103 (Theoriebeitrag)
An der TU Dortmund hat sich die Grundidee des „Forschenden Lernens“ als ein gemeinsamer didaktischer Orientierungspunkt für eine moderne und reflexive Lehramtsausbildung herauskristallisiert. Das Dortmunder Zentrum für Schulsportforschung bietet in diesem Zusammenhang Studienprojekte an, in denen sich Sportstudierende – mit je spezifischen Blickpunkten – dem Handlungsfeld Schule direkt zuwenden und hiermit evaluationsbasierte Angebote zur Reflexion und Beratung der Praxis entwickeln.
Innerhalb des Studienprojekts „praktische Schulsportentwicklung“ (Hauptseminar) werden in einem ersten Schritt zentrale Fragestellungen der Schul- und Schulsportentwicklung theoretisch aufgearbeitet und in einem zweiten Schritt ein forschender Zugang zum Praxisfeld ermöglicht. Das besondere Interesse richtet sich hierbei auf die Untersuchung einer konkreten Einzelschule, ihres Profils und ihrer spezifischen Entwicklungsarbeit. Dieses Kooperationsprojekt ermöglicht so nicht nur der Lehre einen stärkeren Praxisbezug, sondern soll interessierte Schulen aus dem Umfeld unterstützen, eine reflexive und systematische Qualitätsentwicklung zu sichern.
Das Beispiel der Gemeinschaftshauptschule Niedersprockhövel soll in diesem Arbeitskreis nicht nur zeigen, wie ein derartiges Kooperationsprojekt aussehen kann. Es können hier vor allem tiefere Einblicke in ihre ambitionierte Arbeit „praktischer Schulsportentwicklung“ gewonnen werden.
AK 11 : Alternativer Mehrkampf in der Leichtathletik
R. Salgert
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock II: 13.00 – 14.30 Uhr
Ort: Aussensportanlagen
( Die Veranstaltung findet draußen statt und entfällt bei Regen ! )
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen angeregt werden, elementare Grundformen der Bewegung Laufen, Springen und Werfen zu thematisieren und anschließend in einem alternativen Leichtathletik-Mehrkampf zu realisieren. An mehreren Stationen warten auf die Teilnehmer/innen unterschiedliche
Aufgabenstellungen ohne normierte Technikanforderungen.
In diesem Arbeitskreis sind die Inhalte mehrperspektivisch angelegt und die pädagogische Perspektive (A) „Die Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern“ steht dabei im Vordergrund.
Durch eine entsprechende Steuerung der Aufgabenstellungen, der Belastungsintensitäten und der Organisationsformen sind die Inhalte für alle Schulstufen geeignet.
AK 12 : Vertiefung von Schwimmtechniken im Anfängerschwimmen
S.Kamper/ S.Wentzel
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock I: 10.30 – 12.00 Uhr
Ort: wird noch bekannt gegeben
In der Fortbildungsveranstaltung werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Aktionsmöglichkeiten und schwimmsportliche Grundlagen im Bewegungsfeld Wasser vermittelt.
Ziel: Im Mittelpunkt steht eine sowohl bewegungsanalytische als auch trainingstheoretische Einführung in den Ausbildungsbereich der Schwimmtechniken. Angezielt ist eine Erweiterung der Lehrkompetenz durch Aufzeigen und praktisches Erproben von Lern- und Lehrwegen zum Brust- und Freistilschwimmen.
Literaturhinweise werden in der Veranstaltung bekannt gegeben.
AK 13: Einführung in das Xliderfahren
- Erweiterte Bewegungserfahrungen mit neuen Rollgeräten
-
A.Hallmann
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock III: 14.45 – 16.15 Uhr
Ort: Halle 1 und 2
(Wenn vorhanden bitte mitbringen: Schonersets: (Hand-,Ellenbogen- und Knieschoner,ggf. Helm)
Das Xliderfahren, ursprünglich in Korea entstanden, erfreut sich immer größerer Beliebtheit im Schulsport und stellt für alle Schülerinnen und Schüler eine neue sportliche Herausforderung dar. Da wir unseren Schülerinnen und Schülern einen zeitgemäßen Sportunterricht anbieten sollten, ist insbesondere das Xliderfahren eine Möglichkeit, Trendsportarten im Schulsport zu thematisieren und somit Schüler/Innen zu motivieren.
Mit Xlidern soll vor allem das Gleichgewicht geschult werden. Durch wellenartige Bewegungen mit den Beinen sollen die Xlider ins Gleichgewicht gebracht werden. Die Thematik kann im Inhaltsbereich 8 „Gleiten und Rollen“ angesiedelt werden.
Unter der pädagogischen Perspektive „Bewegungserfahrungen erweitern, Wahrnehmungsfähigkeit verbessern" soll das Xliderfahren in 3 Stufen erlernt werden: Twisten auf Xlidern mit einem Partner (erste Gleichgewichtsschulung auf Xlidern mit Hilfestellung durch den Partner), Xlidern durch Slalom-Parkoure (Einführung der Xlidertechnik-Kurvenfahren), Surfen auf Xlidern über längere Strecken (Abschlusstechnik Surfen auf Xlidern).
Die Einführung erfolgt zunächst deduktiv nach Bewegungsvorbild. Die Bewegungen sollen im Verlauf jedoch immer selbstständiger erschlossen werden. Auch die Entwicklung von eigenen Kunststücken kann im Unterrichtsvorhaben thematisiert werden.
Sinnes- und Körperwahrnehmung als Grundlage für eine bewegte Haltung
B.Ehrig
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock III: 14.45 – 16.15 Uhr
Ort: Halle 4
Haltung ist ein ständiges Spiel mit dem Gleichgewicht und richtet uns gegen die Erdanziehung auf.
Durch eine spielerische Wahrnehmungsschulung, die sich mit dem eigenen Körper auseinandersetzt, helfen wir unseren SchülerInnen dieses Spiel bewusst wahrzunehmen.
Dies dient als Basis für eine positive Körpererfahrung, um den Zusammenhang von Bewegung, Körperhaltung und Rückengesundheit zu verstehen.
Der Workshop setzt sich mit der kindlichen Haltung auseinander und bietet das Erproben von praktischen Methoden, wie Spiele, rhythmischen Koordinationsaufgaben und Akrobatik.
AK 15 : Ringen und Kämpfe - Zweikampfsport in der Schule -
H.Ebbinghaus
Schwerpunkt: alle Schulstufen
Zeitblock III: 14.45 – 16.15 Uhr
Ort: Gymnastikraum
Bitte altes langes Sportzeug, möglichst ohne Reißverschluß (z.B. Jogginganzug) mitbringen
Dieser Inhaltsbereich des Schulsports umfasst Ring - und Kampfformen ohne und vor allem mit direktem Körperkontakt wobei das Miteinander im Vordergrund steht. Das Ringen in der Schule ist hier nicht als normierte Sportart, sondern allgemeiner als regelgeleitetes Miteinander-Kämpfen zu verstehen.
Die TN (Vorerfahrungen sind nicht erforderlich) sollen adressatengerecht (erste) eigene Erfahrungen im Ringen und Kämpfen machen und diese reflektieren. Der Arbeitskreis ist als exemplarischer Durchlauf durch Unterrichtsvorhaben der Sekundarstufe I geplant und gibt Hinweise für den Unterricht der Primarstufe und der Sekundarstufe II. Angesichts der Kürze der Zeit werden folgende Unterrichtsschwerpunkte exemplarisch angesprochen:
- Gegeneinander setzt miteinander voraus
- Spielerische Kampfformen kennen lernen und erfahren
- Kooperative Techniken aus körpernahen Zweikampfsportarten erlernen und erproben
- Verantwortung, Achtsamkeit und Fürsorge im Umgang mit sich und anderen erfahren
- Sicher fallen lernen und erfahren
- Kräfte messen und kämpfen am Boden und im Stand
AK 16: Fitnessdiagnostik für Heranwachsende
„Dauerauftrag mit Perspektiven“
S.Starischka
Schwerpunkt: Sek. 1 / Sek. 2
Zeitblock III: 14.45 – 16.15 Uhr
Ort: Raum 103 (Theoriebeitrag)
Die Diagnostik von Fitness-, Gesundheits- bzw. Leistungszuständen bzw. von sie mit bedingenden motorischen Voraussetzungen ist eine überdauernde Aufgabe der Sportlehrerinnen und Sportlehrer im Kontext der Gestaltung ihres Sportunterrichts.
In einem ‚Praxis-Theorie-Mix“ werden ausgewählte (ältere, neuere und neueste) Diagnoseverfahren vorgestellt, bezüglich ihrer theoretischen Bezüge analysiert und im Hinblick auf ihre Aussagekraft diskutiert.
Am Beispiel des DMT 6 –18 soll zu settingspezifischen Ergänzungen angeregt werden.
AK 17 : Frisbee® im Schulsport
H.Hill
Schwerpunkt: Sek. I und Sek. II
Zeitblock III: 14.45 – 16.15 Uhr
Ort: Aussensportanlagen / Halle
Hinweis: Scheiben werden gestellt
Der Scheibensport ist im Kommen und bietet ebenso viel Abwechslung wie der Ballsport. Ob Einzel- oder Teamspiele, wettkämpferisch oder aus Freude am Flug der Scheibe, im Frisbee®-Sport liegt viel Potential. Die große Vielfalt an Spielmöglichkeiten wird nur noch von der Vielzahl an Scheibentypen und Wurfformen übertroffen. Dieser Arbeitskreis gewährt darin einen Enblick.
Zunächst werden verschiedene Scheibentypen hinsichtlich ihrer Qualitätsmerkmale und deren Anwendungsgebiete vorgestellt. Denn wer will schon – der Vergleich sei gestattet – mit einem Softball auf einem Rasenplatz Fußball spielen? In einer anschließenden Praxisphase werden Vermittlungsformen für die grundlegenden Wurftechniken, sowie Spielformen für deren Festigung gezeigt, bevor in der nächsten Phase exemplarisch die Frisbee®-Sportart Discgolf herausgestellt wird.
Discgolf ist die am zweitstärksten verbreitete Scheibensportart. In Anlehnung an das traditionelle Golf werden Bahnen mit unterschiedlichen Frisbee®-Scheiben (für Weitwurf, Annäherung und Putt) durchspielt. Das Ziel – ein metallener Auffangkorb – muss mit so wenig Würfen wie möglich erreicht werden. Nach einer Einführung in die Regeln werden Übergangsmöglichkeiten vom Hin- und Herwerfen zum Discgolf-Spiel und die Vermittlung der speziellen Wurftechniken besprochen, gezeigt und selbst ausprobiert. Möglichkeiten zum Spiel abseits eines speziellen Parkours sind ebenfalls Inhalt.
Körper- und Sinnes-Erfahrungen in Umgebung und Natur
U. Kunze
Schwerpunkt: Förder- und Grundschule
Zeitblock III: 14.45 – 16.15 Uhr
Ort: Aussengelände
( Die Veranstaltung findet draußen statt und entfällt bei Regen ! )
Kernorientierung der Psychomotorik als spiel-, erfahrungs- und erlebnisorientierter Ansatz ist Entwicklungsförderung. Im diesem Sinne findet sich der Ansatz in breitem Maße im Rahmenlehrplan Bewegungserziehung / Sport für die Förderschule wieder. Über eigenaktive wahrnehmungs- und bewegungsorientierte In-Beziehung-Setzung mit dem eigenen Körper, mit Interaktionspartnern sowie mit Material und Raum in spielerischen kindorientierten Sinnzusammenhängen werden psychomotorische Basiskompetenzen vermittelt, die in den einzelnen Kompetenzbereichen des Rahmenlehrplans näher ausgeführt werden. Aber auch in der Regelschule haben im Diskussionsrahmen, in dem Bildung und Erziehung als Persönlichkeitsentwicklung aufgefasst werden, psychomotorisch orientierte Ansätze Eingang in den Sportunterricht vor allem der Grundschule gefunden. Psychomotorik / Sportunterricht findet in der Regel in geschlossenen Bewegungsräumen und Sporthallen statt. Die Möglichkeiten, die Umgebung und Natur hier bieten könnten, sind bisher wenig in den Blickpunkt genommen worden.
Unstrukturierte naturnahe Bewegungsräume werden heute von Kindern wenig genutzt. Normierte (teilweise kommerzialisierte) Bewegungsräume bieten eine Alternative, tragen aber möglicherweise auch dazu bei, dass Natur als Lebensraum und potentieller Bewegungsraum weniger wahrgenommen wird. Umgebung und Natur sind Teil unseres Lebensraumes, und Handlungskompetenzen in diesem Bereich sind gefordert; so taucht dieses Feld auch für das Fach Sport in etlichen Bundesländern (leider nicht in NRW) als pädagogisches Anliegen auf und es finden sich Ziele wie beispielsweise „Natur entdecken und erleben“, „Erfahren von Gelände, Schulumfeld und Natur mit allen Sinnen“, „die Mitwelt als Erfahrungs- und Bewegungsraum erleben und verantwortlichen Umgang mit der Natur lernen“ und „Unterschiedlichkeiten in Natur und Mitwelt wahrnehmen“.
Umgebung und Natur als psychomotorisches Erfahrungs- und Handlungsfeld bedeutet auf spielerische Weise mit Natur und Umwelt in Kontakt zu kommen. Psychomotorische Aktivitäten im Freien ermöglichen intensive authentische Erfahrungen im Wahrnehmungs- und Bewegungsbereich: Bei entsprechender Aufmerksamkeitsrichtung werden Dinge gefühlt, gerochen, gehört, motorisch erfahren, kreativ verändert etc., so dass zum einen der Zugang und das Interesse für diesen Bereich gelegt werden kann, zum anderen die eigenen psychomotorischen Kompetenzen erweitert werden. Zudem gibt es draußen wesentlich weniger Genormtes genau Vorhersehbares als in der Turnhalle oder dem Psychomotorikraum; man muss sich viel mehr auf Entdeckung, Überraschung und ständige Veränderung einstellen; Entwicklungsproblemen fehlt oft diese Flexibilität und sie können entsprechende Situationen nicht meistern. Hier bietet Natur und Umwelt mit den ständigen leichten Veränderungen ein erweitertes Psychomotorisches Handlungsfeld mit vielfältigen nuancenreichen Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen, die Flexibilität fördern.
Das Thema der Veranstaltung wird aus neuropsychologischer und kompetenztheoretischer Perspektive angesprochen. In erster Linie geht es um praktische Erfahrungen, wie der Bewegungsraum Umgebung und Natur als psychomotorisches Erfahrungsfeld genutzt werden kann. Spielerische Inhalte aus Förderbereichen wie Raumorientierung, Sozialerfahrung, visuelle, vestibuläre und taktile Wahrnehmung werden erprobt. Die Inhalte sind so gewählt, dass sie im Prinzip im Außenbereich jeder Schule durchgeführt werden könn